Adler Kirchseeon und Glonn 4 steigen in die LG Gauoberliga auf
Landkreis – Mit 20:0 Punkten haben die Hubertusschützen aus Eglharting eine beinahe perfekte Gauoberligasaison abgeschlossen. Beinahe, denn die Kirsche auf der Torte bleibt den erfolgreichen Luftgewehrschützen verwehrt: Für den Aufstieg in die Bezirksliga hat es mit einem Schnitt von 1500,70 Ringen leider nicht gereicht. Den sicherte sich die ZSG Dorfen (Gau Wolfratshausen) mit einem Mittelwert von 1525,40 Ringen. Eglharting lag am Ende auf Rang drei der sieben aus dem Bezirk Süd/Ost 2 teilnehmenden Gaue.
In der finalen zehnten Runde hatte der neue Meister den Absteiger aus Bruckhof zu Gast und siegte standesgemäß mit 1503 zu 1444 Ringen. Dabei gelang Alexandra Andlinger (392) der höchste Einzelwert. Der Vizemeister Glonn 2 setzte sich gegen Neufarn Parsdorf mit 1485 zu 1453 Ringen durch und Egmating brachte vom Besuch beim zweiten Absteiger in Ottersberg nach einem 1475 zu 1481 zwei Punkte mit nach Hause.
Spannung bis zum Schluss gab es in der Gauliga 1: Der nach Ringen eigentlich nur drittbeste Vertreter, die Glonner Vierte, gewann sage und schreibe neun von zehn Vergleichen und steigt zur Überraschung der Favoriten Ingelsberg 2 (1486 zu 1445 gegen Eglharting 2) und der ZSG Forstinning (1474 zu 1422 gegen das Tabellenschlusslicht Markt Schwaben) tatsächlich in die Gauoberliga auf. Der Spitzenreiter überzeugte zuletzt mit 1454 zu 1421 Zählern gegen die Bärenreserve aus Grafing. Lukas Markl (391) von den Ingoltschützen blieb zum Trost nur der höchste Einzelwert der Gruppe.
Weitaus mehr Pfeffer bringt der zweite Aufsteiger, Adler Kirchseeon, demnächst ins Oberhaus: Mit einem sehr guten Schnitt von 1494,8 Ringen dürfte der neue Gauliga 2 Meister in der ab Herbst startenden neuen Runde auch in der GOL ganz vorne mitmischen. In Tulling gelang dem Topteam ein ungefährdeter 1441 zu 1503 Auswärtssieg. Noch besser waren in der Finalrunde die zweitplatzierten Burgschützen unterwegs: Erstaunliche 1506 Ringe meisselten die Unterelkofener gegen ebenfalls sehr starke Seeschützen aus Gsprait (1496) in die elektronischen Messrahmen. Vom gleichen Zaubertrank schienen letzten Donnerstag auch die Dianaschützen genippt zu haben, nicht nur die Gäste von Sebastiani Ebersberg (1429) waren vom Lorenzenberger Resultat (1488) überrascht. Bestimmt ganz ohne Zutun leistungssteigernder Hilfsmittel gelang der Tullingerin Inge Riedl (388) der Referenzwert der GL2.
Nur sechs Auftritte hatten die vier Teilnehmer der A-Klasse 1 zu absolvieren, einen „full pull“ meldete der neue Meister aus der Kreisstadt: Die FSG Ebersberg gewann alle Vergleiche, am Ende wurde noch ein 1392 zu 1422 bei Ottersberg 2 realisiert. Da das Schlusslicht Ingelsberg 3 zu Gast bei Eglharting 3 auf den letzten Drücker noch mit 1386 zu 1394 Ringen gewann, muss nun Ottersberg 2 seinen Platz in der A-1 räumen. Die 369 Ingelsberger Ringe von Michael Tristl trugen definitiv zum Klassenerhalt bei.
Königseiche Moosach wird die A-2 demnächst in Richtung Gauliga verlassen. Das Quartett um Stefanie Lechner (381) mobilisierte im direkten Aufeinandertreffen der beiden Favoriten alle Leistungsreserven und bezwang Berganger Rohrsdorf mit auf beiden Seiten überdurchschnittlichen 1471 zu 1442 Ringen. Die Gspraiter Reserve schob sich nach einem 1449 zu 1441 Sieg über Glonn 3 noch an den Feuerschützen vorbei, um auf dem dritten Platz abzuschließen. Hier zeichnete sich Josefine Fuchs mit 377 Ringen für Gsprait aus. Ohne Punktgewinn und nach einer finalen 1438 zu 1342 Niederlage bei Tulling 2 verabschiedet sich Ottersberg 3 in die B-Klasse.
Von der B- in die A-Klasse wird der Adlerhorst der Oberelkofener LG Schützen demnächst umziehen. Alle acht Vergleiche gewann der neue Meister, mit 1399 Ringen gegen die FSG Reserve aus Ebersberg (1278) polierte das Team um Monika Tristl (360) den eigenen Schnitt noch um ein kleines Stück. Ohne Punktgewinn ging die Saison für die Adlerreserve aus Kirchseeon zu Ende, auch bei Sebastiani Ebersberg 2 war beim 1323 zu 1246 Sieg der Kreisstädter nichts zu holen.
Drunter und drüber ging es zum Saisonfinale in der B-Klasse 2: Der in der Vorwoche nach Punkten und im Ringschnitt noch Drittplatzierte, Berganger 2, machte überraschend das Rennen und das kam so: Der Spitzenreiter Bruckhof 2 hatte das Schlusslicht Eglharting 4 zu Gast und verlor ersatzgeschwächt nach Ausfall eines Stammschützen mit 1275 zu 1350 Ringen. Ausgerechnet diesmal lagen die Gäste auch noch 46 Ringe über dem bisherigen Schnitt, am Ende bedeutete das nur Platz drei für das lange Zeit führende Team aus dem Landkreissüden. Zum Entscheidungsduell zwischen Berganger 2 und der Mannschaft von Waldeslust Netterndorf kam es im Bairer Winkl: Beim 1385 zu 1351 Sieg der Hausherren lagen die Gastgeber satte 75 Ringe über dem vorherigen Schnitt, gewaltig! 23 Zähler besser als durchschnittlich zuvor wären auch die Netterndorfer gewesen, es reichte an diesem Tag leider nicht gegen den neuen Meister, der mit Lukas Neudecker (361) auch den besten Einzelschützen in den eigenen Reihen stehen hatte.